Monthly Archives September 2013

RES 2013 – Gegenbesuch in den USA

Das Research Experience Scholars Program findet dieses Jahr bereits zum fünften Mal statt. Dabei handelt es sich um einen deutsch- amerikanischen Schüleraustausch zwischen der Johanna-Wittum-Schule Pforzheim, Deutschland und der Governor’s School for Science and Mathematics in Hartsville, South Carolina. Das Besondere an diesem Austausch ist, dass die amerikanischen  Schüler am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und die deutschen Schüler an der University of South Carolina sechs Wochen lang forschen dürfen. Dabei stehen zwar vor allem die wissenschaftlichen Erfahrungen in den Labors im Vordergrund, allerdings sollen auch die kulturellen Aspekte nicht zu kurz kommen.

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Nachdem die drei deutschen Schüler Sascha Steiner, Marita Klein und Ines Mazurek zusammen mit ihrem Lehrer Dr. Jürgen Braun und seiner Frau am Flughafen von Charlotte angekommen sind, wurden sie bereits vom Schulleiter der GSSM Dr. Murray Brockman und seiner Frau herzlich begrüßt und zur Governor School gebracht. Die Schüler der JWS sind somit am selben Wochenende wie die neuen Schüler, die Juniors, an der GSSM angekommen. In der ersten gemeinsamen Woche haben deshalb vor allem „team building“ Aktivitäten stattgefunden, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Desweiteren haben sie ebenfalls in der ersten Woche, die University of South Carolina, so wie ihre Mentoren kennengelernt, die sie bei ihrer Arbeit im Labor in den folgenden Wochen unterstützt haben.

Eine der ersten Wochenendaktivitäten war der Ausflug in die Cypress Gardens in dem die Schüler die Vielfalt und die Unterschiede der amerikanischen Flora und Fauna bestaunten.

Begleitet werden sie meistens vom Vizepräsidenten der Schule, Mr. Randall LaCross und seiner Kollegin Christina Walker, die sich beide besonders um das Wohlergehen der deutschen Austauschschüler bemühen und ihnen durch einige Ausflüge am Wochenende auch ein Stück  amerikanische Kultur näher bringen möchten. Somit wurde ihnen bereits das Stadt Myrtle Beach gezeigt. Mrs. Brockman hat die Schüler an einem der Wochenenden nach Charlotte gebracht,  um mit ihnen in einer der großen Malls shoppen zu gehen. Ein weiteres Erlebnis war der Besuch  des Unterrichts an der GSSM, der sich in manchen Aspekten doch sehr vom deutschen System unterscheidet. So waren die deutschen Schüler von der Menge der Hausaufgaben und der Arbeitseinstellung der amerikanischen Schüler beeindruckt.

Bild USC

Am langen Wochenende dürfen die Schüler der GSSM zum ersten Mal nach Schulbeginn nach Hause zu ihren Familien. Für die deutschen Austauschschüler war dies die erste Chance ihre Gastfamilie persönlich kennen zu lernen.  Dort haben sich die Wege der drei deutschen Schüler kurzzeitig getrennt, denn Sascha war mit seinem Austauschschüler Rusty Hawes in dessen Heimatstadt Greenville zu Besuch. Dort hat Rusty Sascha unter anderem seine alte High School gezeigt und ihn zu einem für Amerika typischen Football Match mitgenommen. Ines und Marita waren zusammen mit den Familien ihrer Austauschschüler Isabella Zeiler und Gabriel Carrillo in einem Strandhaus in der Nähe von Supply untergebracht und haben ihre Zeit dort hauptsächlich am Strand von Holden Beach und Myrtle Beach genossen. Zufällig haben sie dort auch die Familie von Rusty getroffen, die dort für eine Nacht in einem Hotel untergebracht waren.Am letzten Wochenende des Aufenthalts in South Carolina ging es mit Mr. LaCross und Ms. Walker zu einer historischen Stadtführung nach Charleston.

Bild Charleston

Neben all den Wochenendaktivitäten gab es allerdings immer viel Arbeit zu tun, schließlich sind die deutschen Schüler zum Forschen nach Amerika gekommen. Ines Mazurek hat an Kachexie,  einer der häufigsten Begleiterkrankungen von Krebs geforscht, während Sascha sich vor allem mit der Eisenaufnahme in Pflanzen und Marita sich mit der Inaktivierung eines bestimmten Onkogen beschäftigt hat. Ihre Forschungsergebnisse werden sie relativ zeitnah nach ihrer Ankunft in Deutschland vor dem Vorstand von Roche und einigen Forschern bei Roche in Penzberg präsentieren. Neben der Präsentation wird von ihnen erwartet, dass sie ein Plakat erstellen, das alle wichtigen Informationen und Ergebnisse zu ihrem Thema, veranschaulicht.

Diese sechs Wochen intensiver Arbeit im Labor mit Experten, waren für die deutschen Schüler mit Sicherheit sehr lehrreich und von großer Bedeutung was vor allem praktische Erfahrungen in wissenschaftlichem Arbeiten so wie fachliches Know-how angeht. In dieser Zeit haben sie viele neue und spannende Eindrücke professioneller Forschung gesammelt, die sie in der Frage um ihre berufliche Zukunft sicherlich einige Schritte weiter gebracht haben. Es wurden aber auch Kontakte zu Fachleuten geknüpft, die bei Fragen immer ein offenes Ohr für die drei Schüler haben werden.  Aber nebenbei sind vor allem auch enge Freundschaften zu den Schülern der GGSSM entstanden, die den Abschied für beide Seiten nicht einfach gemacht haben.