Schildkröten-Schutzprojektes in der Türkei

Vom 06.08. bis 26.08.2013 waren 16 Schülerinnen und Schüler der JWS im Rahmen eines Schildkröten-Schutzprojektes in der Türkei aktiv. Meeresschildkröten, wie die Careta Careta oder Celonia Mydas sind vom Aussterben bedroht. Hauptproblem für die Schildkröten ist die Umweltbelastung durch Licht und Müll.

Die Schildkrötenbabies laufen nachts, wenn sie schlüpfen immer zum hellsten Punkt und der ist heute nicht mehr das Meer, welches das Mondlicht reflektiert, sondern die hell beleuchteten Hotels.

Am Strand von Kizilot (Manvgat/Side) fand das internationale Schutzprojekt gemeinsam mit 16 Studenten der Hacettepe Universität in Ankara statt.

Gruppenbild Strand turtles

Initiiert wurde das Projekt mit dem Titel „Sea Turtles Konservation and Research Project“ von Herrn Fatih Metin, der als Comenius Assistent für ein Jahr an der JWS gearbeitet hat. Gefördert wurde das Projekt durch die Europäische Union über das „Youth in Action“ Programm.

Bis zum 13.09.2013 hatten auch die chinesischen Austauschschülern Percy (Ge TengWei), James (Xia Zhidong), Holger (Zhang Zihao), Cissy (Li Hanxue) und Emily (Lu Yang) sowie von deren Lehrerin Faye (Yifei Shen) die Gelegenheit an dem Projekt teilzunehmen.

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Das Projekt zur Rettung der Meeresschildkröten bestand aus zwei Teilen:

  1. „Fieldwork“
  2. Information von Hoteltouristen

 

  1. 1.      Fieldwork

Bei der Fieldwork wurde der Strand in vier Abschnitte, jeweils ca. vier Kilometer lang, unterteilt. Jeder dieser vier Abschnitte wurde von einer Gruppe früh morgens von sechs bis neun Uhr untersucht. Die Gruppen bestanden immer aus einem internationalen Team und wurden von erfahrenen türkischen Studenten geleitet.

Grabung Nest

Im Laufe eines Fieldworks wurden die Schildkrötennester gezählt, ausgemessen, markiert und protokolliert. Von den Hotels wurden teilweise auch „Käfige“ zur Verfügung gestellt, die zum Schutz vor Raubtieren über die Nester gestülpt wurden.

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Dreimal wurde zudem in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeisteramt der untersuchte Strandabschnitt vom Müll befreit.

Bild Müllaktion

 

  1. 2.      Information von Hoteltouristen

Dank der Unterstützung durch die örtliche Hotelunion konnten auch die Touristen durch Informationsveranstaltungen in den Hotels auf die prekäre Lage der Schildkröten aufmerksam gemacht werden. Dabei wurden Flyer und Flugblätter verteilt, Plakate aufgehängt und natürlich das aufklärende Gespräch mit den Touristen gesucht.

Bild Hotelinformation

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An einigen Nachmittagen fanden außerdem Ausflüge statt, um das Land kennenzulernen und dabei sollte auch der Spaß nicht zu kurz kommen. So wurden Alanya und der Alanya Fluss besucht, eine Bootsfahrt entlang der Küste unternommen, eine Wildwasser-Rafting-Tour gemacht und das örtliche römische Amphitheater sowie die Altstadt von Side besucht. Natürlich wurden auch täglich Badeausflüge ins nahe gelegene Meer unternommen.

rafting

So verbrachte die Gruppe drei spannende Wochen in der Türkei und lernte dabei die Türkei und ihre Bewohner intensiv kennen und hat sich zudem noch im Umweltschutz engagiert.

PZ Türkeiartikel