Treffen in Pforzheim Februar 2016

Am Donnerstag, den 18.02.2016 war es soweit. 16 Mentoren aus Frankreich, Griechenland, Litauen und der Tschechischen Republik kamen in Begleitung jeweils eines Lehrers in Pforzheim an und wurden herzlich von ihren Gastfamilien empfangen. Am Freitagmorgen wurde das Mentorenteam, bestehend aus den 16 Gastschülern und 16 gastgebenden Schülern der JWS, auf seine verantwortungsvolle aber auch zugleich herausfordernde Aufgabe während des Laborworkshops eingeschworen. Während der nächsten 2 Tage übten die internationalen Mentorenteams ihre Präsentationen rund um die Biogasproduktion in englischer Sprache, sie führten die Biogasproduktion in selbstgebauten Fermentern durch und analysierten das produzierte Biogas auf seine Qualität mittels Gaschromatographie.

Den Sonntag verbrachten die Mentoren in ihren Gastfamilien während die Lehrer den Sonntag an einer der Wiegen der deutschen Demokratie, dem Hambacher Schloss verbrachten, auf dem 1832 das Hambacher Fest stattfand.

Im Laufe des Sonntags kamen auch alle weiteren Erasmus Teams in Pforzheim an. So konnte am Abend mit mehr als 100 Erasmus Freunden im Gasthaus Rabeneck das Begrüßungsessen stattfinden. Die offizielle Eröffnungsfeier mit dem Entzünden der Erasmus-Flamme fand am Montagmorgen im tollen Ambiente der Aula an der JWS statt.

 

Diese war in ein Labor zur Produktion von Biogas umgewandelt worden und geschmückt mit allen Länderflaggen der Teilnehmer und natürlich der Europaflagge.  

In ihren Reden würdigten die Bürgermeisterin der Stadt Pforzheim und Herr Keller vom Kultusministerium die Bedeutung des Erasmus+ Programms und der damit verbundenen Möglichkeit der intensiven europäischen Zusammenarbeit auf Schulebene.

Nach der Eröffnungsfeier begann die Laborarbeit mit der Vermittlung von Hintergrundinformationen rund um die Biogasproduktion durch die Mentorenteams. Jedes Partnerschule hatte die Aufgabe einen selbstgebauten Biogasfermenter mit nach Pforzheim zu bringen. Dieser musste gasdicht und auf 50 °C temperierbar sein. Da jedes Team jedoch mehr Laborgeräte dabei hatte als für dessen Bau notwendig war, gelang es schließlich gemeinsam, 14 äußerst kreativ gestaltete aber voll funktionstüchtige Fermenter zu konstruieren und zum Einsatz zu bringen. Unter der Anleitung der Mentorenteams produzierten diese Geräte am Dienstag Biogas in hoher Quantität und bester Qualität.

Am Mittwoch wurden die Versuchsergebnisse des Vortages ausgewertet, in einem Diagramm dargestellt und schließlich von den 14 internationalen Arbeitsgruppen im Plenum präsentiert und diskutiert. Dies war für einige Schüler eine große Herausforderung, standen sie doch wohl zum ersten mal vor einer derart großen Gruppe und mussten ihre Ergebnisse zudem in einer fremden Sprache vorstellen.

Am Donnerstag besichtigten wir das Barockschloss Ludwigsburg sowie das Daimlermuseum in Stuttgart.

Am Abend fanden Länderpräsentationen unter dem Motto “Kulturelle Events in den Partnerländern” statt. Hierfür hatte sich jede Partnerschule etwas Besonderes einfallen lassen. Ein Höhepunkt dabei war wohl der griechische Sirtaki Tanz aller Freunde unter der fachmännischen Anleitung der Athener Schüler.

Am Freitagmorgen besuchten wir aufgeteilt in zwei Gruppen zwei Biogasanlagen mit denen die JWS seit Jahren kooperiert. Dabei lernten wir die professionelle Produktion von Biogas und dessen Verstromung in einem Blockheizkraftwerk bzw. Aufreinigung zu Biomethan und dessen Einspeisung ins Erdgasnetz der Stadtwerke Mühlacker kennen.

Am Freitagnachmittag stand das gemeinsame Eislaufen auf dem Programm bevor wir uns am Abend im Rahmen einer musikalisch umrahmten, stimmungsvollen Abschluss­feier voneinander verabschiedeten und die Erasmusflamme bis zum Wiedersehen in Wien erlöschte.